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Wie geht es weiter Offener Brief an die Elternpflegschaft KÖLNER Gymnasien

Liebe alle,

vielen Dank, dass Ihr uns so offen Einblick in den Zustand und die

Abläufe an Euren Schulen gewährt.

> Am Stadtgymnasium Köln-Porz sind wir in der glücklichen Lage, dass uns ab sofort Microsoft 365 zur Nutzung zur Verfügung steht. Dies ist vor allen Dingen das Ergebnis von Zufällen (der Antrag wurde vor Corona gestellt) und glücklichen Umständen (ein ehemaliger Schüler hat ehrenamtlich alle Accounts angelegt),  als von einer langfristigen Strategie des Schulträgers; insbesondere in Bezug auf den digitalen Wandel, ist damit wohl nicht (mehr) zu rechnen…

> Gegenwärtig sollte man aus meiner Sicht weiter Ruhe bewahren und darauf hoffen, dass die Q2s gut durch die nächsten Wochen kommen.

> Aber spätestens nach den Sommerferien bedeutet dies:

>    1.  In jeder Schule sollte zu einer sehr kritischen Aufarbeitung der Ereignisse kommen. Geeignet wäre eine Sitzung der Schulkonferenz, unter Anleitung einer professionellen Kraft von außen. Die am häufigsten genannten Kritikpunkte sollten von der Stadtschulpflegschaft hinsichtlich Orga und Personal über die BezReg an das Schulministerium und bezüglich der Gebäude und IT-Ausstattung an das Schulamt und die OB herangetragen werden. Die Ergebnisse sollten langfristig verfolgt werden und langfristig dazu führen, dass die Trennung von Zuständigkeiten und Ansprechpartnern (Personal auf der einen Seite; Gebäude und Infrastruktur auf der anderen Seite) langfristig aufgehoben und von der Landesebene auf die kommunale Ebene übertragen wird.

>    2.  Corona wird sicherlich nicht die letzte Krise gewesen sein. Und wenn jetzt keine Konsequenzen daraus folgen, haben wir unsere Hausaufgaben wirklich nicht gemacht. Fest steht für mich: Zukünftig müssen die Eltern und SuS bei der Bewältigung der Krise verpflichtend besser eingebunden werden. D. h. es muss an jeder Schule ein Gremium gebildet werden, an dem ein Eltern- und ein SuS Vertreter beratend mitwirkt. Dies steigert sowohl die Kompetenz wie auch die Transparenz der Arbeit. Es kann natürlich weiterhin interne Sitzungen ohne die beiden beratenden Mitglieder geben, aber diese sollten die Ausnahme bilden.  

>    3.  Jede Schule sollte über eine Person als Kommunikationsbeauftragte(n) + Stellvertreter(in) verfügen; jeder muss wissen können, wenn es Veränderungen oder besondere Handlungsanweisungen gibt. Es sollten best practice Hinweise für diesen Bereich vom Schulministerium entwickelt und den Schulen zur Verfügung gestellt werden.

>    4.  Allen Beteiligten sollte in diesem Zusammenhang eine unerklärliche Angst vor Datenschutzverstößen und unbekannter Technik  genommen werden. Deshalb sollte ein freiwilliges Fortbildungsangebot in diesen Bereichen in ausreichender Zahl angeboten werden.

>    5.  An jeder Schule muss ein aktuelles Notfallkonzept mit mobiler

> Erreichbarkeit und eine Bestandsliste der technischen Geräte (Notebooks; Tablets, etc.) vorhanden sein. 1 X pro Jahr muss eine schulweite Übung

> stattfinden. Die Daten werden dabei auf den neusten Stand gebracht.

> 6. Das laufende Schuljahr hätte vor 2 Wochen in NRW ad acta gelegt werden sollen. Den Jahrgangsstufen 5-11 sollten folgende Alternativen angeboten werden:

A) Den Unterrichtsstoff aus diesem Schuljahr tatsächlich im nächsten Schuljahr durchzunehmen und damit eine Verlängerung der Schulzeit zu verknüpfen

(faktisches G 9)

oder 

B) Den Unterrichtsstoff aus diesem Schuljahr tatsächlich im nächsten Schuljahr durchzunehmen und auf den neuen Stoff aus der letzten Jahrgangsstufe (Q2) zu verzichten.

Was fällt Euch sonst noch ein?

Oliver Hinte

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