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Warum Verlinken immer die sichere Variante ist

Der EuGH hat heute eine wichtige Entscheidung zur Zugänglichmachung von frei verfügbaren Inhalten im Netz getroffen. Es handelt sich um die sogenannte Córdoba Entscheidung.

https://rsw.beck.de/aktuell/meldung/eugh-keine-einstellung-frei-zugaenglicher-fotografie-auf-andere-website-ohne-zustimmung-des-urhebers

Entgegen des Antrags des Generalanwalts https://netzpolitik.org/2018/cordoba-und-das-urheberrecht-eugh-generalanwalt-moechte-position-nicht-kommerzieller-nutzer-staerken/ hat der Gerichtshof nun entschieden, dass auch für den Fall, dass Inhalte an einer Stelle kostenlos im Netz zur Verfügung stehen, diese nicht an anderer. Stelle ohne Zustimmung des Rechteinhabers öffentlich zugänglich gemacht werden dürfen.

Im vorliegenden Fall wollte eine Schülerin ihr Referat über die Stadt Córdoba mit einem Foto einer Stadtansicht illustrieren. Das Foto hatte sie von der Website eines Reisemagazin Portals heruntergeladen. Diesem hatte der Fotograf und Urheber des Fotos dieses kostenlos zur Verfügung gestellt. Obwohl das Foto ohne technische Schutzmaßnahmen gegen Download gesichert war, durfte die Schülerin nach Ansicht des Gerichts ohne Zustimmung des Fotografen nicht für Referat verwenden. In diesem Fall hätte eine Verlinkungen natürlich nicht den gleichen Effekt wie der Upload des Fotos gehabt. Aber in diesem Fall hätten Schülerin und Schule vom Fotografen eine Genehmigung einholen müssen. Oder auf das Bild verzichten bzw. sich einer über eine cc Lizenz zur weiteren Verwendung vorgesehene Quelle bedienen müssen.

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2 Gedanken zu “Warum Verlinken immer die sichere Variante ist

  1. P.B. schreibt:

    Es gibt ja genügend Fotografien von Córdoba, die unter einer freien Lizenz stehen, beispielsweise auf Wikimedia Commons in der Kategorie „Views of Córdoba, Spain“. Somit gibt es auch gar keinen Grund, für solche Projekte unfreie Fotos von x-beliebigen Websites herunterzuladen – man sollte Schülern so etwas eben auch erklären; derartiges urheberrechtliches Basiswissen gehört zwar nicht zur „klassischen“ Schulbildung; in der heutigen Welt, in der jedermann im Netz ständig zum Nutzer fremder Werke wird und eigene Werke der Öffentlichkeit mit einem Klick zur Verfügung stellt, sollte es aber dazugehören.

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