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Jahresrückblick Teil II

Was heißt hier eigentlich Showdown? Nach Gesprächen auf verschiedenen politischen Ebenen kam es dann angeblich zum Votum der Kanzlerin: „Ich will das UrhWissG!“ Sollen Ihre Worte gewesen sein. Und das war auch gut so. Die dann eingegangenen Kompromisse (#FAZ und insbesondere Herr Kaube, Sie werden sich noch wundern, was Sie sich mit der Bereichsausnahme für Presse für ein Eigentor geschossen haben) sind zwar nicht besonders erfreulich, aber akzeptabel.

1. 15% statt 25% in den LMS können wir gut verkraften: zumindest Juristen und Mediziner benötigen immer noch komplette Werke.

2. Inkrafttreten zum 01.03.2018 ist genau so ein Unsinn, wie die Befristung auf fünf Jahre (wir hatten das Spiel schon einmal bei § 52aUrhG), aber über Bundespolitik brauche ich im Moment ja wohl kaum ein weiteres Wort zu verlieren.

Ansonsten harre ich der Dinge und bin gespannt, was die Änderungen für Auswirkungen in der Praxis mit sich bringen. Die Universität zu Köln ist jedenfalls ganz gut vorbereitet.

https://www.ilias.uni-koeln.de/ilias/goto_uk_cat_2259361.html

Na dann noch schöne Weihnachten!

Bis bald,

Ihr

Oliver Hinte

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Jahresrückblick I 2017

So hier ist er also der Jahresrückblick 2017. Noch haben wir ja ein paar Tage in diesem ereignisreichen Jahr, aber so viel ist, zumindest aus urheberrechtlicher Sicht, nicht mehr zu erwarten. Eine neue Bundesregierung steht bis zum 31.12.2017 noch nicht (ganz steile These, ich weiß…) und Trump wird auch noch nicht seinen Rücktritt eingereicht haben (das kommt erst 2018), aber in Köln wird es seit längerer Zeit wieder einmal ein Rheinhochwasser geben.

Aber was ist bisher passiert? Streit zwischen Verlagen und Autoren und VG Wort und als Resultat das sogenannte ‚Vogel Verfahren‘ (https://irights.info/artikel/kopierverguetung-vg-wort-darf-nicht-pauschal-an-verlage-ausschuetten/27286). o. k. eigentlich wurde das Verfahren ja schon im Jahr 2016 abgeschlossen, aber das hat den Börsenverein in der Debatte um das UrhWissG ja auch nicht interessiert!

Dann kam der Referentenentwurf  (alles hervorragend dokumentiert unter http://www.bmjv.de/SharedDocs/Gesetzgebungsverfahren/DE/UrhWissG.html ).

Danach tauchte eine ominöse Website  https://www.publikationsfreiheit.de (auf der man sich immer noch, auch mehrfach eintragen kann) auf. Zum Glück gab es dann als Antwort die Kapselschriften  http://kapselschriften.blogspot.de/2017/06/zeitungsdammerung-der-kompromiss-zum.html Es handelt sich dabei um die Sammlung äußerst geistreicher Beiträge zur Debatte um das UrhWissG von meinem lieben Freund Professor Eric Steinhauer, einen Kollegen, wie man ihn sich besser nicht wünschen kann.

Und dann kam es zum Showdown um den Regierungsentwurf. Den Rest erzähle ich dann in einem weiteren Beitrag, wenn die Weihnachtseinkäufe erledigt, die Geschenke alle verpackt, das Essen gegessen, die Geschenke ausgepackt und bestenfalls ausprobiert worden sind und wenn ich dann auch wieder richtig Lust dazu habe, etwas über die weiteren Entwicklungen und Verstrickungen von mir zu geben…

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Wozu noch Bibliotheken

Aus der DLF Audiothek | Essay und Diskurs | Digitaler Wandel | Wozu noch Bibliotheken? https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=600377

Kurz vor Weihnachten ein geistreicher und überzeugender Podcast vom Deutschlandfunk. Der Bericht verdeutlicht, die besondere Rolle und Bedeutung in der aktuellen Bildungs- und Gesellschaftsdebatte. Begriffe wie Bibliotheken als 3. Ort werden erklärt und nicht einfach nur in den Raum gestellt. Man merkt sofort, der Autor versteht sein Handwerk und hat es von der Pike auf gelernt. Bezeichnend sein Werdegang – vom Verlagsmitarbeiter zum Bibliotheksleiter. Trotz ein paar Längen absolut hörenswert!

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Unterstützen Sie die Europäische Urheberrechtsreform

EBLIDA ist Dank seines Generalsekretärs Vincent Bonnet und vieler seiner Mitstreiter ein wichtiger Player im Konzert der Wettbewerber um die Ausgestaltung der Revision der RL2001/29 und anderer wichtiger Normen auf europäischer Ebene geworden. Auch Sie können dabei helfen der Reform Konturen zu geben, die den Zielen der Verbesserung der Rahmenbedingungen von Bildung und Wissenschaft zu fördern. Mehr darüber erfahren Sie auf der Website von EBLIDA unter http://www.eblida.org/copyright-reform

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Bibliotheksrecht im Alltag

Wie lautet der allseits beliebte Spruch: Heute habe ich mächtig was gelernt. Aber es stimmt und ich sage das nicht häufig, denn manchmal schwingt da unterschwellig bei mir die Aussage mit: Mann, war ich heute wieder schlecht auf die Veranstaltung vorbereitet, aber endlich habe ich kapiert, um was es eigentlich geht…Nun denn, ich behaupte, einfach, dass das in der Regel bei mir nicht der Fall ist. Sei es drum, beim Thema „Digitaler Neustart“ braucht sich, so nehme ich an, derGroßteil von uns nicht zu schämen, wenn man die damit einher gehenden Probleme im zivilrechtlichen Bereich noch nicht genau definiert hat, geschweige denn eine sinnvolle Lösung gefunden hat. Ich sag nur E-Book und in welchem Maße man Rechte dem Nutzer einräumen sollte. Und dann bei meinen Studierenden im Bibliotheksrecht: Kannten Sie schon den Ausdruck „maximalpigmentiert“ und wussten Sie wofür er steht? Ich bis vorgestern jedenfalls noch nicht. Bezeichnend fand ich gestern die Aussage von Teilnehmern eines Workshops an der TH Aachen. Sehr nette und wissbegierige Kollegen und jetzt kein ABER sondern ein UND nach angeregter Diskussion fiel die Bemerkung: „Ingenieure haben anscheinend ein anderes Verständnis vom Urheberrecht als Juristen,“ Stimmt. Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer: Wir arbeiten daran!

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