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Was Bibliotheken wissen (und woran wir noch arbeiten) müssen

Gestern war einmal wieder einer dieser typischen Tage (nein, Fanta 4, nicht an denen ich Trauer trage), sondern an dem ich mich frage, in welchem Film ich gerade mitspiele und wer die Regie führt. Morgens erst einmal den Arbeitsplatz checken und etwas fürs Betriebsklima tun. Ich sag nur, in der Vorweihnachtszeit kann es zu verstärktem Plätzcheneinsatz kommen. Ist nicht immer die Lösung, aber manchmal fällt mir keine bessere ein. Dann ab ins hbz (Hochschulbibliothekszentrum, for those outside of NRW) zum Anwendertreffen Fernleihe. Es hört sich komisch an, aber ich lerne mit und bei jedem Vortrag. Also noch einmal klargestellt, was ändert sich durch das UrhWissG und WAS NICHT! Und was ist der Unterschied zwischen Fernleihe und Lernmanagementsystemen. Das jetzt hier aufzudröseln, dauert zu lang (und nimmt ja auch die Spannung auf die weiteren Blogbeiträge), aber nach und nach erscheinen jetzt die ersten Aufsätze. Nach kurzer Diskussion ging es dann zur MV des vbnw, mit Neuwahlen des Vorstands und Verabschiedung der ausgeschiedenen Mitglieder des Vorstands. Dazu gehört auch das Phänomen Harald Pilzer. Ich kann nur jedem Verband eine (funktionierende) Doppelspitze empfehlen. Da gibt es dann keine Vertretungsprobleme nach außen und viel fruchtbare Diskussion nach innen.

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Was Deutschland nicht braucht

ist die einfache Neuauflage einer Groko! Zwar könnten sich CDU/CSH und SPD auf ein solches Bündnis einigen. Und sogar die Ministerien könnten in der jetzigen Form beibehalten. Gut, die GroKo wäre mir immer noch lieber als eine tolerierte Minderheitsregierung – was soll der Quatsch? Dann doch lieber Nigeria; dann könnte man nämlich die Grünen in die Pflicht nehmen, konstruktiv in der Regierung mitzuwirken. Dass das funktioniert, haben doch schon „Koch und Kellner“ gezeigt. Und die FDP? Die braucht sowieso kein Mensch!. Oder gehören Sie zu den Besserverdienern im Land?

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Und Parteien, wie geht es weiter?

Die sogenannte Parteiendemokratie ist gerade dabei, sich in Deutschland abzuschaffen. Im Hinterkopf vieler FunktionärInnen besteht immer noch die Auffassung, dass das Wohl der Partei im Vordergrund steht und sich das Interesse des Volks hinten anstehen soll. Liebe Parteien, in der Politik ist leider kein freiwilliges Sabbatical vorgesehen, sei es außerhalb der Regierung oder außerhalb des Parlaments. Das entscheidet immer noch der Souverän. Und wenn er Euch so wählt, dann richtet Euch bitte nach seinem Votum und gebt die Verantwortung nicht an ihn zurück. Denn die heraus gekommenen Mehrheiten habt Ihr schon mit Eurem Handeln in der Legislaturperiode und nicht zuletzt im Wahlkampf zu verantworten. Es geht nicht um € 27.000.000.-, die eine weitere Bundestagswahl kosten würde. Zumindest nicht hauptsächlich. Es geht darum, dass Ihr Euch nicht das von Euch gewünschte Wahlergebnis mit weiteren Wahlen zurechtwählen könnt. Das funktioniert ohnehin nicht. Es ist so wie in der normalen Arbeitswelt: ihr müsst nicht mit einander befreundet sein. Ihr müsst nur, am Gemeinwohlinteresse orientiert, mit einander arbeiten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger…

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Die Unvernunft hat gesiegt

Nein, bitte keine Schuldzuweisungen jetzt. Möglichst smart aus der Affäre ziehen, heißt jetzt die Devise. Aber auch diejenigen, die nicht an den Sondierungsgesprächen beteiligt waren, können sich nicht als Sieger sehen. Wenn es jetzt zu Neuwahlen kommt, sind wir alle VerliererInnnen. Oder wir müssen wirklich ALLE unsere Energie daran setzen, dass die AfD keine einzige Stimme zusätzlich erhält. Also wie geht es weiter? Gibt es doch noch Gespräche zwischen Union und SPD? Macht Frau Merkel den Weg bei Neuwahlen frei? 2016/2017 ist auf jeden Fall das Jahr der politischen Überraschungen. Obwohl: ist das Verhalten von Lindner und Kubicki wirklich überraschend? Wir sind so frei – lass die anderen mal machen. Wir sind fein raus! War da nicht was?

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Reggae, reggae

Nun steht die Entscheidung als kurz bevor: kommt schwarz, grün, gelb oder nicht? Ich hoffe ja, auch wenn ich kein Freund dieser Koalition bin. Aber alles ist besser als Neuwahlen. Und das aus zwei Gründen.

1. Bei Neuwahlen würden noch mehr sogenannte Protestwähler die AfD wählen.

2. in diesem Fall hätte die AfD einen Anspruch darauf, eine Parteinahme Stiftung zu Gründen, und das auf Dauer!!!

Bite Sondiererinnen in Berlin: Seid vernünftig und einigt Euch. Und wenn es nicht hinhaut, gibt es noch die Möglichkeit, mit der SPD Gespräche zu führen.

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Augen auf in Europa – von shadow rapporteuren und anderen Nachtgestalten

Wie geht es jetzt also weiter mit der Urheberrechtsreform auf europäischer Ebene? Vielleicht erfahre ich ja heute mehr in Göttingen, http://www.urheberrechtstagung.de/programm/ auf der dort schon traditionellen Urheberrechtstagung. Ansonsten muss ich mich selbst schlau machen. Und das geht. Wenn man eines der EU nicht vorwerfen kann ist es, dass Sie den Bürgern nicht ausreichend mit Informationen versorgen würde. Die kostenfreie Plattform Eur Lex sorgt dafür, dass die offiziellen Dokumente in allen EU Amtssprachen relativ schnell zugänglich sind. Aber dann kommt das doch recht komplexe. Gesetzgebungsverfahren. Den aktuellsten Stand aus Lobbyistensicht habe ich unter http://medien-kunst-industrie.verdi.de/ueber-uns/nachrichten/++co++32a057e6-b8d4-11e7-bd80-525400f67940 gefunden. Aber auch die EU arbeitet relativ transparent. Man muss allerdings immer darauf achten, von welchem Organ das Dokument stammt, den Kommission, Rat und Parlament arbeiten mit unterschiedlichen Plattformen http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+REPORT+A8-2015-0209+0+DOC+XML+V0//DE Und da sind noch die Begrifflichkeiten, oder wissen Sie, was ein shadow rapporteur ist?

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Das Urheberrecht wird fortentwickelt

Am Mittwoch steht die jährliche Urheberechtstagung in Göttingen an.  Was ist davon zu erwarten? Das Programm verspricht Einiges:  http://www.urheberrechtstagung.de/ Und die Erwartungshaltung braucht nicht mehr ins Unermessliche zu steigen, da ja das UrhWissG verabschiedet wurde und am 01.03.2018 in Kraft tritt.  Was bedeutet das also hinsichtlich der weiteren Fortentwicklung des Rechts? Der nationale Gesetzgeber ist erst einmal ausgepowert. Er hat zwar die Sommerferien genutzt, um etwas zu regenerieren, aber jetzt sind erst einmal die EU und die WIPO am Zuge. Wir dürfen darauf gespannt sein, was es für neue Vorschläge vom zuständigen Berichterstatter auf EU Ebene gibt. Und bei der WIPO hat Kenny Crews seinen Report aktualisiert und überarbeitet.  es bleibt also weiterhin spannend und interessant – und hoffentlich behalten auch alle den Überblick – mich eingeschlossen. Man wird ja wohl noch einmal laut denken dürfen…

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Die schwarze Null oder schwarz-gelbe Nullen im Düsseldorfer Landtag

Ich weiß, ich weiß, dieser Blog soll sich eigentlich mit Urheberrecht in Bibliotheken beschäftigen und keine Sorge, bald schreibe ich auch wieder etwas zu diesem Themenkreis. Aber manchmal ist es auch sinnvoll, dieses Podium für andere Themen zu nutzen. Zum Beispiel das Thema der schwarzen Null. Die schwarze Null – sie steht symbolisch für einen ausgeglichenen Haushalt. Herr Schäuble hat uns auf Bundesebene bereits die Vorteile vor Augen geführt und jetzt meint die NRW Landesregierung in Person von Herrn Lienenkämper dem Folgen zu müssen. Was soll der Quatsch? Staatliche Leistungen sind nun einmal mit Geld = roten Nullen zu finanzieren und staatliche Pflichtleistungen darf man nun einmal nicht dem berühmten Rotstift zum Opfer fallen lassen. Worum geht es also konkret? Um Bildung und da vor allen Dingen um weiterführende Schulen. Da fehlt es nämlich. Woran? An Personal. Und dafür ist nun einmal das Land zuständig. Die unsägliche Diskussion, warum für die Bauten, die Kommunen zuständig sind, möchte ich an dieser Stelle erst gar nicht vertiefen. Es fehlen LEHRERINNEN an unseren Schulen. Und die fehlenden LEHRERINNEN kann ich nicht durch zusätzliche POLIZISTINNEN kompensieren. Schon mal was davon gehört, dass Prävention in der Regel besser als Repression oder gar Depression ist? Gut, die rot-grüne Landesregierung hat mit ihrer Schulpolitik auch nicht gerade geglänzt. Aber wenn wir jetzt beim Grand Prix wären (so hieß der Wettbewerb nämlich noch zu meiner Zeit) und ich bei der Punktevegabe an der Reihe wäre, müßte ich leider sagen: NRW Landesregierung zero points. Und bitte daran denken. Die schwarze Null kann ein Ziel sein; sie ist aber keine Verpflichtung…:

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