Die Buchpreisbindung -Auslaufmodell oder Garant für den Bestand des Buchhandels

Da ist Sie mal wieder, die Sau, von der ich in der vergangenen Woche geschrieben habe: Die Buchpreisbindung wird in der aktuellen Ausgabe der Wirtschaftswoche und im Börsenblatt thematisiert. Die Monopolkommission (http://www.monopolkommission.de/index.php/de/monopolkommission/aufgaben) hat also die Buchpreisbindung ins Visier genommen und mit dem Gedanken gespielt, sie als wettbewerbshindernd einzustufen. Und, ist das so, oder was soll man davon halten? Muß denn alles der freien Kfäfte des Marktes ausgesetzt werden, oder ist manchmal nicht etwas Regulierung einfach mehr? Sind Sie in der letzten einmal im UK unterwegs gewesen und fanden es bedauerlich, dass es Bücher vielfach nur noch neben den anderen Papierartikeln im Supermarkt gab? Odegr wie angenehm und entspannend ist es für Bibliotheken mit ihren Lieferanten nicht über Discounts und Preisnacglässe verhandeln zu müssen? Was spricht eigentlich gegen die Buchpreisbindung?  Ach ja, der tolle Markt eben. Nicht nur hier funktioniert er nicht. Nein auch bei den eBooks herrscht Marktversagen. Deshalb mein Vorschlag: Behaltet die Buchpreishbindung, aber gebt uns dafür das RECHT, alle auf dem Markt erhältlichen eBooks für Bibliotheken zu lizenzieren. Dann, liebe VerlegerInnen, nerven wir nicht weiter und unterstützen Euch, nach sorgfältiger Prüfung, bei der Beibehaltung der Buchpreisbindung. Irgendwie hat das doch auch mit Marktwirtschaft zu tun,oder täusche ich mich da…

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Über Nachhaltigkeit 

Heute mal ein anderes Thema als „reines“ Urheberrecht; aber irgendwie werde ich darauf auch wieder zurück kommen.

Wie steht es in Deutschland um die Nachhaltigkeit? Ich finde, suboptimal, verbesserungsfähig, whatsoever. Da wird regelmäßig eine neue Sau durchs Dorf getrieben, aber niemand erfährt, was anschließend mit ihr passiert. Ist die arne Sau beim Schlachter gelandet, vertilge ich Sie gerade beim Abendbrot oder hat sie es zurück in den Stall oder vielleicht auf eine schöne Wiese mit Matschgrube geschafft? Wie soll ich meinen Kindern Werte wie Verlässlichkeit vermitteln, wenn ich nur auf der Suche nach den neusten Trends bin. Gerade auch im Bibliothekswesen total beliebt: Die Bibliotrends! Und, muss ich alles nachmachen, was gerade hip und angesagt ist? Nennen Sie mich spießig oder konservativ – so wird man halt mit zunehmenden Alter. Wertkonservativ, wobei ich die Betonung auf WERT legen möchte. Was ist denn aus all den tollen Trends geworden, seitdem ich im Biblithekswesen angefangen habe? Denkwolken kennt kein Mensch mehr und RFID kann kein Buch so effizient sichern, wie meine Magnetstreifen. Die sind nicht Neon oder verändern ihren Aggregatzustand. Gut, die Stadtbibliothek am Neumarkt hat auch Trendscouts, aber das ist auch ein anderer Sachverhalt. Diese Institution muss sich ständig neu erfinden, um seine Leser bei der Stange zu halten und neue hinzuzugewinnen. Ich bin einmal gespannt, ob ich auf Dauer diesem Anspruch als Lehrbeauftragter gerecht werden kann – ich hoffe schon. Jetzt geht es erst einmal darum, die Urheberrechtsreform nachhaltig zu sichern und zu begleiten. Was bedeutet das? Jetzt sind erst einmal Sommerferien, da brauchen die Kinder wieder mehr Zeit und Zuwendung („Alter, komm auf den Punkt…“), aber vielleicht komme ich ja zwischendurch auch noch einmal zu Wort…

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Die LernManagementSysteme im kommenden WS

Wie es denn immer so ist – da gibt es Ankündigungen und Roadmaps von HRK, KMK und VG Wort zur Frage, wie die LMS im kommenden Semesester abgerechnet werden sollen – und NICHTS PASSIERT. ich kann ja verstehen, dass man keine große Lust, seinen Verpflichtungen nachzukommen, wenn man eine Wahl verloren hat und damit seinen Job als Staatssekretär los wird. ABER: Es gibt auch so etwas wie Verantwortung und Verpflichtung gegenüber den Studierenden und den Lehrenden, wie es denn nach Ende des SommerSemsters mit den LMS weiter gehen soll. Die Antwort ist eigentlich offensichtlich, man sollte sie nur einmal aussprechen. Bis zum 01.03.2018 bleibt erst einmal alles, wie es ist. 

Wir versuchen unsere Infos ab sofort wieder der UzK  aktuell zur Verfügung zu stellen. Vielleicht werfen Sie abundzu mal einen Blick auf nachfolgenen Link.

https://www.ilias.uni-koeln.de/ilias/goto_uk_cat_2042297.html

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Ferienzeit oder warum ich meinen Job so liebe 

So, heute hat es Ferien in NRW gegeben. Die Kinder sind gut geraten und haben entsprechend ansprechende Zeugnisse mitgebracht (schwächere Schüler vergessen wir an unserer Einrichtung übrigens auch nicht und die Zuneigung zu unseren Kindern steht in keinem Zusammenhang zum Grad meiner Zuneigung – Disclaimer). 

Jedenfalls macht es das Leben natürlich leichter, wenn man sich nur mit der Pubertät seiner Tochter herumzuschlagen hat, als wenn man in der Erziehung total versagt hätte und jetzt die Folgen ausbügeln müsste. Zumindest ist mir noch etwas Aufschub gewährt worden, but WHO the heck knows…
jedebfalls habe ich heute Teil meines Arbeitstages nit einem lieben ehemaligen Kollegen aus den Niederlanden verbringen dürfen, es war sehr interessant zu hören, wie die Niederländer mit ihren gesellschaftlichen Veränderungen so umgehen, http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/immobilien/wohnen/ferienhaus-im-ausland-der-immobilenmarkt-in-den-niederlanden-15086832.html
Und naja, da gibr es ja noch ein anderes Thema, was mich als Handlungsreisenden durch Europa faren lässt: Die Urheberrechtsreform auf EU und auf WIPO Ebene. Fangen wir also erst einmal mit der Reform der InfoSocRL an. Die Positionen sind klar: Die EVP möchte einen Schritt zurück gehen.
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Copyright-Reform-Konservative-im-EU-Parlament-fuer-Leistungsschutzrecht-und-Upload-Filter-3771074.html
Die internationalen Bibliotheksverbände, zu denen ich einen engen Kontakt pflege, versuchen hingegen im Bereich der exceptions and limitations for libraries noch das ein oder andere Ziel anvisieren und möglicher Weise sogar noch durch aktive Mitarbeit zu unterstützen, https://www.ifla.org/copyright-innovation
An diesem Prozess beteiligt zu sein, macht jedenfalls sehr viel Spaß – please join us,
Also keine Hemmung hinsichtlich des Engagemnts. wir haben zumeist klein angefangen…

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Wann kommt e-lending auf die Agenda or when do we come to terms with e-lending? The right to e-lend is the the new right to e-read!

Since this blog is available globally, I figured : Why shouldn’t I try to brush up my pigeon English a little and get on your nerves in a different way?

The right to e-read should be transferred to the right to e-lend. That is what it is all about. There  are so many media titles available electronically. The only obstacle that stands between the media and the user is that rightholders still have the right to deny libraries contracts for e-lending their media.

 Here are some thoughts, why e-lending should be included in the next copyright reform.

GERMAN COPYRIGHT DRAFT

Referentenentwurf eines Gesetzes zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft (Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz – UrhWissG

– results from the ECJ Ruling Leenrecht

EBLIDA’s briefing paper on the CJEU case, the questions and answer raised. It shows that despite the ruling is done, legal certainty is not yet a given, and it doesn’t solve lots of questions such as remote access, or contract override. See here: http://www.eblida.org/news/eblida-briefing-on-the-e-lending-judgement-of-the-cjeu.html
– advantages and problems on the current procedere to licence E-books and other digital media from rightholders

Issues are:
– the entire catalogue of titles is not available for purchase (contrary to the paper book catalogue) so impacting the free constitution of library catalogues fit to their users need.
– Prices higher than on the market;
– Each publisher setting different terms creating a jungle of provision that mean different e-book titles = different possibility of use by the readers (e.g. some would authorise taking notes, other won’t, some will authorise partial copy, other won’t etc…).
– Contract terms impeding the benefits of exceptions and limitations enshrined in the law;
– TPMs impeding the benefits of exceptions and limitations enshrined in the law;
– Offers in bundle forcing the libraries to “buy” content they are not primary interested with.

– advantages and disadvantages of a legal term on E-Lending

– The recognition of an exception for e-lending would create legal certainty for libraries and would apply at national/EU level;

– A law would help making access to content through physical and digital means seamless;

– The law should allow for remote e-lending of e-books to library patrons by streaming and/or download as on the premises e-book lending is an incomplete service, contrary to the notion of a services in the digital age;
– The law would also clarify how authors are remunerated and would clarify the question of the cost for purchasing content. One of the argument being now that e-books are more expensive because it covers the cost authors would receive for their content to be placed on a library/3rd party server for lending.

– it would protect from contract override and abusive contract clause.

– would help working towards full access of publishers catalogue.

– I think a law would also help smaller publishers to better grab the situation and protect their rights, whereas in a licensing only environment, they are, as libraries, the weaker part.

I don’t see real disadvantage but the time it would take to be completed.

However, discussions on e-lending are already on-going for years. – alternatives to a legal permission for E-Lending

– è Fair licensing to comply with the 2012 EBLIDA Key principles of acquisition of and access to e-books by libraries that would result with a compulsory licensing

– possible variantions of rules and consequent changes of existing law

At EU level either the currently under discussion DSM Directive on copyright would include an article (and recitals) on e-lending with updates of relevant directives (Lending + infosoc).Or the lending directive itself would have to be updated to accommodate the question of remote access. Alternatively a reopening of the Infosoc could be a final (unlikely) option.

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Was möchten Sie wissen?

Wahrscheinlich geht es vielen von Ihnen genau so wie mir: 

– Soll ich mich über die Reform freuen, mit ihr zufrieden oder enttäuscht darüber sein?

– Wie geht der Prozess weiter? Wird das Gesetz schon nach der Bundestagswahl außer Kraft gesetzt oder lässt die Politik den Praxistest für die nächsten 5 Jahre zu?

– Wann äußern sich KMK, HRK und VG Wort zum Verfahren im kommenden Semester? https://www.hrk.de/fileadmin/redaktion/hrk/02-Dokumente/02-02-PM/PM_HRK_KMK_VG_Wort_23122016.pdf

– Kann § 5 der Vereinbarung so ausgelegt werden, dass statt dem Datums des In-Kraft-Tretens der Reform, der Zeitpunkt der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt maßgeblich ist? http://www.bibliotheksverband.de/fileadmin/user_upload/DBV/vereinbarungen/Grundsatzvereinbarung_KMK_VG_Wort_HRK.pdf

– Wann halten es KMK, HRK und VG WORT für angebracht, die Hochschulen, die STUDIERENDEN und die Lehrenden über den aktuellen Stand in Kenntnis zu setzen? Ansonsten passiert, was Ende 2016 eingetreten ist https://youtu.be/XqXdAtach_k

Es sind bald SOMMERFERIEN in NRW, also stellen Sie bis zum 14.07.2017 sicher, dass es auch im kommenden WS 2017/2018 keine Einzelerfassung geben wird. Das UrhWissG sorgt für mehr Rechtssicherheit- es wäre wünschenswert, wenn sich die Akteure daran erinnern würden!!!

– Ist eine Neuauflage der Kapselschriften wirklich notwendig?

Noch einen schönen Sonntag wünscht

das urheberrecht in bibliotheken, das auch mal wieder sonntags frei haben möchte…

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Etappenziel erreicht

Manchmal kommt man sich schon wie bei der Tour de France  vor: Das Ziel liegt dann zwar nicht auf der Champs d’Elysees sondern auf der Leipziger Straße. Man startet in einem großen Feld in hoffentlich einem starken Team. Den Regierungsentwurf hinzubekommen, war so ähnlich wie eine der berühmt berüchtigten Bergetappen zu gewinnen und das gepunktete Trikot des Punktbesten zu ergattern. Es soll auch schon Doping eingesetzt worden sein, aber zum Glück hat Dank des derzeitigen Ministers FAIRPLAY wieder Oberhand gewonnen. Und wie ordnet man nun die Verabschiedung des UrhWissG durch den Bundestag und den Einspruchsverzicht vom heutigen Tag durch den Bundesrat ein? Ich würde sagen: Etappenziel erreicht. Und irgendwie fühlt es sich wie der Gewinn eines Mannschaftszeitfahrens an, denn aufgrund der drohenden Diskontuienität, haben alle Beteiligten am Ende noch einmal schwer in die Pedale getreten. Aber dieser Endspurt hat sich gelohnt. Und es fühlt sich verdammt gut an: Bildung und Wissenschaft erhalten mehr Rechtssicherheit und die Verwertungsgesellschaften Pauschalvergütungen. Das ist doch auch irgendwie FAIR USE, oder täusche ich mich da? Und wie geht es weiter? Erst einmal Urlaub und dann geht der Wahlkampf los. Schwarz-gelb verhindern, um die Möglichkeit der Aufhebung des Gesetzes noch vor seinem In-Kraft-Tretens so gering wie möglich zu halten. That’s politics, you know. Und dann: ja dann steht das WS 2017/2018 an. Zum Glück ist die Einzelabrechnung tot. Und wir haben die Pauschalvergütung. Gut so, denke ich mir da. Und schon ist es Zeit, sich auf die Flandern Rundfahrt zu begeben. Es steht ja, Dank Julia Reda,, die Überarbeitung der InfoSoc RL an Aber was passiert in der Zwischenzeit? Wir müssen uns Gedanken machen, wie die Regeln des UrhWissG in der Praxis anzuwenden sind. Wieviel Zeit muss beispielsweise zwischen zwei Sessions nach § 60e UrhG vergehen? Aber in 5 Jahren ist ja schon wieder Landtagswahl und in vier Jahren BUND. DANKE!

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